Das Projekt Kirchenburgen Siebenbürgen stellt die Basis für eine Kooperation mit der Kirchenleitstelle Siebenbürgen dar. Es verfolgt langfristig das Ziel, Massnahmen zur Inwertsetzung des baukulturellen Erbes in Siebenbürgen zu initiieren und damit einen Beitrag zum Erhalt einer einzigartigen Kulturlandschaft zu leisten.

Im Rahmen des Projektes wurden die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen im Wintersemester 2013/14 in der Lehre des Fachgebietes Baugeschichte::Bauforschung der TU Wien als thematischer Schwerpunkt behandelt. Studierende und Lehrende des Fachbereiches Architektur und Raumplanung widmeten sich der Problematik dieses baukulturellen Erbes. Dabei erfolgte die bauhistorische Auseinandersetzung vom großräumlichen Maßstab der Siedlung über den Gebäudemaßstab bis in die Ebene baulicher Details und bediente sich unterschiedlicher methodischer Zugänge wie Bauaufnahme und -analyse, Interviews oder Film.

Im Fokus der Arbeiten stand zunächst die Kirchenburg in Arbegen. Ziel der Baudokumentation und Bauanalyse war es, zu einer historischen Gesamtsicht des Bauwerks als Kristallisationspunkt des Lebens der evangelischen Gemeinde in Arbegen zu gelangen. Unter übergeordneten Gesichtspunkten wurden die Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen als variantenreich aufgefächerter Bautypus mit Ringmauern, Wehreinrichtungen, Vorratsspeichern, Pfarrhaus und Kirche thematisiert und in Seminararbeiten bearbeitet. Als ein weiterer Aspekt fanden die aktuelle Problematik einer dramatisch voranschreitenden Veränderung und teilweise sogar endgütligen Zerstörung der gewachsenen Kulturlandschaften und ihrer prägenden baulichen Strukturen sowie deren Potentiale für eine zukünftige Entwicklung Eingang in die Diskussion.